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Raus in die Natur – weg vom PC

raus in die Natur

Ich weiß nicht wie oft ich seit dem Frühling meiner lieben Freundin Tati erzähle, dass ich einfach mal wieder raus in die Natur und nicht mehr so oft am PC sitzen möchte.

Dies hier sollte eigentlich ein Outfit-Post oder eine kleine Story über meinen Ausflug in die Natur werden.
Dies hier sollte eigentlich ein Outfit-Post oder eine kleine Story über meinen Ausflug in die Natur werden.

Dann hab ich mich wieder an die Gespräche mit Tati erinnert. Ich erzähle ihr fast täglich, dass ich etwas ändern will, weil ich das Gefühl habe, das halbe Leben zu verpassen. Der Alltag kam mir plötzlich so eingefahren und öde vor. Ich hatte vier Kilo zugenommen und war total eingerostet, was meine Fitness betraf. Wann hab ich zum letzten Mal was Schönes mit meinem Mann unternommen? Wann hab ich Sport betrieben, mich mit meinen erwachsenen Kindern getroffen? Oder einfach mal im Garten auf der Liege gelegen?


„So kann es nicht weitergehen“, hab ich geschrieben.

Ich war unzufrieden, aber etwas daran geändert hatte ich bislang nicht. Rückenschmerzen und Schwindel plagten mich hin und wieder. Jeden Tag der gleiche Ablauf: Früh um halb fünf aufstehen, sich an den PC setzen. Die Mails checken, Blog-Anfragen beantworten und offene Aufträge bearbeiten. Dann Blogger-Freunde auf ihren Seiten besuchen, die Social-Media-Kanäle mit Infos füllen. Fotos bearbeiten, Texte schreiben, Artikel hochladen und im Net verbreiten.

Das Bloggen bringt mir unheimlich viel Spaß und ich mag es nicht missen.
Das Bloggen bringt mir unheimlich viel Spaß und ich mag es nicht missen.

Ich liebe die Kontakte, die dadurch entstanden sind, sie bereichern ohne Zweifel mein Leben. Im letzten Jahr ist aber immer mehr Druck entstanden, der dazu geführt hat, dass ich mein kleines bisschen Freizeit neben meinem Vollzeit-Beruf als Friseurin fast ausschließlich am PC verbracht hatte.


Es gab Tage, da habe ich meine Laune vom Traffic meines Blogs abhängig gemacht

Klingt bescheuert, oder? Morgens als erstes zwei Stunden Blog-Arbeit, dann um sieben Uhr duschen, Frühstück und  zur Arbeit. Später Mittagessen und schnell zum PC schauen, was es Neues gibt. Wie viele Zugriffe hat denn mein Blog bisher?  Ohjeh, erst 200, viel zu wenig! Oft lese ich von Bloggern, die ausgebrannt und müde sind, sich irgendwann mit den Worten verabschieden: es tut mir leid, mir wird das alles zu viel. Mir haben die Gespräche mit meiner lieben Freundin sehr geholfen, ich bin ihr so dankbar. Wir haben uns gegenseitig ganz schön in den Hintern getreten und das tat richtig gut.

Dass wir von Herzen gerne bloggen stand fest, aber nicht um diesen Preis.
Dass wir von Herzen gerne bloggen stand fest, aber nicht um diesen Preis.

„Weißt Du noch, als uns das Bloggen so richtig mit Freude erfüllt hat?“

Wie sehr wir uns über die lieben Kommentare der wenigen Leser gefreut haben? Als wir noch nicht auf SEO & Co geachtet haben? Weißt Du noch, als uns die Sichtbarkeit unserer Blogs bei Google egal war? Das war sooo schön.


Warum habe ich vor vier Jahren mit dem Bloggen begonnen?

Wenn Du mich öfter besuchst, dann weißt Du dass ich selbständige Friseurin bin und mein Arbeitsplatz gleichzeitig mein Zuhause ist. Mein Beruf macht mir unglaublichen Spaß und ich liebe es mit meinen Kunden zu plaudern. Hier auf dem Land kennt jeder jeden, dadurch entstehen auch sehr viele intime Gespräche. Manchmal werde ich um Rat gefragt und es ist so erfüllend, wenn ich jemandem einen guten Tipp geben kann, für den er sehr dankbar ist. Genau das wollte ich auch mit dem Blog erreichen.

Tipps weitergeben und ein bisschen plaudern.
Tipps weitergeben und ein bisschen plaudern.

Raus in die Natur – ich hab’s einfach gemacht

Nun hab ich endlich wieder mein gesundes Mittelmaß gefunden und bin in letzter Zeit so richtig happy. Natürlich freue ich mich über kleinere Aufträge für meinen Blog. Und auch über Einladungen zu tollen Events und Treffen, die ausschließlich Bloggern vorbehalten sind. Aber das ist nur die halbe Miete. Ich erfreue mich vor allen Dingen wieder viel intensiver am normalen Leben. „Real Life“ hat oberste Priorität. Meine liebsten Menschen um mich herum zu haben, mal die Mittagspause im Garten zu verbringen. Oder einfach tolle Gespräche führen, ohne das Kribbeln in den Fingern zu verspüren, weil ich doch noch so viel am PC erledigen „muss“!

Wieder aktiv sein, am Sonntag einen Ausflug machen und über Stoppelfelder laufen. Sonne auf der Haut und den Wind in den Haaren spüren. Leben wie’s mir gefällt.

raus in die Natur
Allen Zwängen entfliehen, den Moment genießen.

Nein, ich ziehe mich nicht aus der Blogger-Welt zurück

Dazu macht es mir viel zu viel Spaß. Nur meine Einstellung dazu hat sich geändert. Ich teile mir meine Blog- und Freizeit jetzt bewusster ein. Genieße das Leben sehr gerne draußen in der Natur. Ich bin wieder aktiver, bewege mich und lebe sehr viel glücklicher. Ich habe übrigens vier Kilo abgenommen, fühle mich wesentlich fitter und vor allem ausgefüllt und „dauer-happy“. Ich lese gerade, während ich das hier schreibe in meiner SEO-Analyse ein paar Dinge. Das ist ein Tool, welches Bloggern hilft, mit ihrem geschriebenen Artikel eine „gute Sichtbarkeit bei Google zu erreichen“. Die Bewertung ist grottenschlecht, Katastrophe?

 

Was soll ich verbessern?

Das Tool befiehlt: Ich soll das Keyword öfter erwähnen, einen externen Link setzen, schwacher SEO Wert. Dazu noch unbeliebte Stoppwörter usw. Soll ich jetzt irgendwo im Text noch öfter „raus in die Natur“ erwähnen? Obwohl es gar nicht dort hin passt? Sollte ich ein anderes Keyword suchen, eines welches gerade sehr populär in der Google-Suche erscheint? Einen ausgehenden Link einfügen? Welchen denn? Es ist mir egal, der Druck ist weg. Ich schreibe wie’s mir gefällt. Und nun freu ich mich auf viele weitere Artikel, die ich liebend gerne schreiben und mit Euch teilen werde. Eben nur anders und vielleicht weniger oft.


Ich bin ein Tüten-Blogger, na und?

Dieses Wort benutzen manche Blogger-Kolleginnen gerne, um solche wie mich mit hochgezogener Augenbraue von oben herab zu betrachten. Weil ich über mir zugesandte Produkte einen Artikel schreibe und das auch noch umsonst. Einfach so aus Spaß an der Sache. Klar muss sich der Aufwand für mich lohnen, ich stelle aber nun mal gerne in erster Linie „Beauty-News“ vor, ob jetzt selbst gekauft oder gesponsert ist mir dabei egal.

Ich möchte so wie früher wieder eine Art „Erklär-Bär“ sein, Euch Tipps geben und eventuell sogar Dinge empfehlen. Ich prüfe das Preis-Leistungsverhältnis und ob das Herstellerversprechen etwas taugt. Manchmal schreibe ich auch bezahlte Beiträge, jedoch nur, wenn ich 100% hinter dem Produkt stehe und es schon kennen lernen konnte.

Ich respektiere jedoch auch Blogger, die ganz anders darüber denken und gegen eine hohe Vergütung  arbeiten. Diese Menschen haben es mit ihrer harten Arbeit verdient, genau wie in einem ganz normalen Job. Arbeit, die ich aus Zeitgründen nicht zusätzlich zu Job und Privatleben leisten kann und will.

Ich aber habe jetzt wieder mein eigenes Ding gefunden und bin zufrieden wie lange nicht mehr.
Ich aber habe jetzt wieder mein eigenes Ding gefunden und bin zufrieden wie lange nicht mehr.

 

Bis bald, ich freu mich weiterhin sehr auf Euch,

Eure Marion

 

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29 Kommentare zu "Raus in die Natur – weg vom PC"

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