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Auf dem Land Natur genießen

auf dem Land leben Kempenich meine Heimat

Heute kann ich kaum noch nachvollziehen, warum mir als Teenager das Leben auf dem Land manchmal ganz schön auf den Keks ging.

Was hätte ich darum gegeben, in der Stadt zu wohnen. Dort, wo das Freizeit- und Shopping-Angebot riesig war. Internet gab’s noch nicht, ich lebte quasi „hinterm Mond“ und hab mich ein bisschen geschämt dafür. Heute unvorstellbar, denn erst jetzt weiß ich die ganzen Vorzüge zu schätzen. Früher, als ich auf der Heimfahrt von der Stadt-Schule im Bus saß und wieder „Land in Sicht“ war, hab ich immer genervt die Augen verdreht. Kuhweiden, Strohballen, Pferdekoppeln – laaangweilig.Leben auf dem Land

Nach der Schule in die Stadt

Ich bin ein Landei, oweia…

Manchmal nahm ich einfach nicht den Bus, um mittags die 35 km nachhause zu fahren. Nur um noch ein bisschen durch die Stadt zu bummeln. Mit Freundinnen ein Eis essen, coole Läden nach Klamotten zu durchstöbern. An der Straßen-Ecke verbotenerweise rauchen, ohne dass mich jemand erkannte. Oder mal ins Freibad  gehen mit den hübschesten Jungs der Schule. Bis ich dann doch irgendwann in den späteren Bus stieg, um zu meinen wartenden, sich sorgenden Eltern zu fahren. Ein Handy zum Bescheid geben gab’s ja zu dieser Zeit nicht.

Die Heimat genießen

Leben auf dem Land

So behütet und harmonisch

Spätestens als ich zum ersten Mal Mutter wurde, hab ich das harmonische Landleben aber dann doch lieben gelernt. Dort, wo Kinder am Straßenrand spielen. Bis zur nächsten Straße alleine zu Freunden gehen, obwohl sie erst drei sind. Zwei Straßen weiter mit sechs zu Fuß die Grundschule besuchen. Dort, wo jeder jeden kennt und kein Kind „verloren“ geht. Herrlich!

Jetzt bin ich 50

Ich bin so glücklich hier auf dem Land

Kempenich meine Heimat auf dem LandJe älter ich werde, desto mehr lerne ich zu schätzen, auf dem Land zu wohnen. Hier bin ich aufgewachsen, auf Bäume geklettert, in Teiche geplumpst. Die Düfte der Natur, haha, auch schon mal Jauche oder Kuhmist sind mir so vertraut. Jetzt mit 50 nehme ich das alles viel intensiver wahr. Habe gelernt, dass es nicht selbstverständlich ist, dass ich all dies unbeschwert genießen darf und bin unendlich dankbar dafür.

Das Vogelgezwitscher am Morgen, das Rauschen der Tannenwälder, die so weit man blicken kann das 2000-Seelen-Dorf umgeben. Der Duft von Tau im Morgengrauen, wenn wir über noch feuchte Wiesen spazieren. Das Knacken von Geäst, welches in der Sonne vertrocknet.Ü50-Mode Cowboy-Hut

Vielleicht bist Du noch jung und denkst, die olle Marion schreibt einen Käse heute? Wo bleiben die Fingernägel, die Beautyprodukte? Die sind manchmal so unwichtig. Heute werde ich wieder hinaus in die Natur gehen. Ich lese von so vielen Blogger-Burnouts. Mädels, die nur noch am PC hängen und ihren Followern vorjammern, wie schlecht es ihnen geht. Ich kann’s ehrlich gesagt nicht mehr lesen und es nervt.

Natur auf dem Land

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. Jean-Jacques Rousseau

Mal den Blick in die Ferne schweifen lassen, statt konzentriert auf einen Bildschirm zu schauen. Einfach mal mit allen Sinnen das Nichtstun genießen. Was Anderes tun als sonst. Für mich bedeutet das tiefste Entspannung und ein Gefühl von Freiheit. Solche Momente mit meinem Mann geben mir Energie und Schwung für eine harte Arbeitswoche.

 

Bis bald,

Eure Marion

 

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30 Kommentare zu "Auf dem Land Natur genießen"

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Andrea
Gast

Guten Morgen, liebe Marion! Ich bin zwar nicht sooo ländlich aufgewachsen wie Du, aber ich stamme gebürtig ja auch aus einer Kleinstadt, in der alles sehr übersichtlich war. Als Jugendliche fand ich das aber auch schon schön und als wir nach Köln zogen, als ich 15 war, war das für mich eine Katastrophe, denn gerade in dem schwierigen Alter braucht man auch seine Freunde und ich musste quasi von vorne anfangen. Da ich aber ja noch zur Schule ging, hatte ich schnell Anschluss gefunden und dann auch schnell die Vorzüge der Großstadt schätzen gelernt und das tue ich immer noch. Ich habe das Glück, in einem sehr kleinen Vorort zu wohnen, hier ist es relativ grün und sehr ruhig…ich könnte niemals mitten in der Stadt leben, wie früher mal ne Weile…je älter ich werde, umso mehr genieße ich auch die Ruhe. Aber ich verstehe, was Du sagst, von wegen, dass einem das Landleben als Jugendliche langweilig vorkam. Bei uns war ja auch nie was los, aber ich konnte nicht 30 km entfernt in die nächste große Stadt (Münster), weil das damals eine halbe Weltreise war und Autos hatten da nur die „reichen“ Leute. Selbst Zugfahren war eine Sensation 🙂 Landschaftlich ist das bei Dir da richtig schön, die Wälder laden ein zu langen, interessanten Spaziergängen.

Diese Blogger-Burnouts (schon der Name, oh weh) kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen. Würden viele mehr bei sich selbst bleiben und mal ihre Erwartungshaltung runterschrauben und sich keinen Druck machen (gut, das ist manchmal nicht so leicht), hätten sie auch eine erheblich gesündere Einstellung zum Bloggen und entsprechend Abstand zu den negativen Aspekten. Ich musste das auch erst lernen, aber es lebt sich so wirklich viel befreiter und man macht einfach sein Ding und orientiert sich weniger an anderen – denn das ist bei vielen auch oft ein Problem. Manchmal hilft da das Alter ganz gut, was die Gelassenheit angeht 🙂 Hab einen schönen Sonntag, liebe Marion, Du arbeitest ja heute wohl, nehme ich an.

Mimmy
Gast

Hallo liebe Marion,
ich bin mitten in Köln aufgewachsen & kann es mir nicht vorstellen hier wegzuziehen :).
Allerdings bin ich auch erst 25, vieleicht sage ich später auch, ich möchte gerne aufs Land, man weiß ja nie.
Solche freien Momente sollte man aufjedenfall genießen, man gönnt sich viel zu selten eine Auszeit & das auch schon in sehr jungen Jahren (ich kann nur von mir sprechen).
Ich wünsche dir & deinem Mann ein wunderschönes sonniges Wochenende.

Viele Grüße

shadownlight
Gast

Hey, ich liebe das Land und ziehe es der Stadt eigentlich schon immer vor 🙂 genau aus den von dir genannten Punkten. Die Bilder sind wundervoll!
Liebste Grüße!

wir-testen
Gast

Ich bin zwar kein Landei, aber ich liebe die Natur und fühle mich dort auch wesentlich wohler, als im Getümmel der Großstadt. Obwohl – manchmal mag ich das auch, aber nicht zu lange.
Viele Grüße

Beauty-Focus-Eifel
Gast

Liebe Marion,
ich bin auch ein echtes Landei und würde am liebsten noch tiefer in dem Wald ziehen, wo keine Touristen mehr hinkommen.
Ich bin Quasi „im Wald“ und auf den Wiesen aufgewachsen und muss auch jeden Tag, selbst bei Regen raus in die Natur.
Es gibt nichts entspannenderes, als durch die Natur zu wandern und all ihre Schönheiten zu bestaunen.
Hab schon eine Menge von der Welt gesehen, aber in den tiefen Eifelwäldern fühle ich mich dann doch zuhause.
Herzliche Grüße,
Annette

Sabine Gimm
Gast

Liebe Marion,
schön hast Du es auf dem Land. Es geht nichts über die Natur und frische Luft! Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und wohne seit 25 Jahren halb ländlich in einem Vorort von Kiel. Mir gefällt, dass ich die Natur direkt vor der Tür habe, gleichzeitig schnell in der Stadt bin.

Was das Burnout betrifft: Meistens kommen viele Dinge auf einmal zusammen, die man nicht mehr wuppen kann. Heute will jeder perfekt sein und setzt sich selbst unter Druck. Davon nehme ich mich nicht aus. Da muss man Prioritäten setzen. Für mich ist das ein Lernprozess, nicht nur beim bloggen, auch beruflich oder in anderen Dingen. Insofern ist es wichtig, den Druck raus zu nehmen.

Liebe Grüße Sabine

Silvia
Gast

Da hast du völlig Recht liebe Marion und ich lebe auch verdammt gerne auf dem Land;-) Liebe Grüße

Nadine von tantedine.de
Gast

Oh I feel you! Mich hat es auch zurük aufs Land gezogen. Ich habe mich in der Stadt nie richtig wohl gefühlt weil ich einfach diesen Lärm auf Dauer nicht ertrage. Schöne Bilder!!
Liebe Grüße Nadine

Billchen
Gast

Wir sind schon seit Monaten auf der Suche nach einem Haus und schauen uns auch eher in landlicheren Gegenden um. Es soll zwar nicht zu abgelegen sein und es sollte etwas geboten sein, z.B. auch Einkaufmöglichkeiten etc, aber direkt in die Stadt zieht es uns auch nicht.

Binara
Gast

Liebe Marion,

das hast du schön geschrieben. Ich komme auch vom Dorf und wohne nach 15 Jahren inmitten der Großstadt momentan wieder dort. Ich kann mir aber nicht vorstellen, ewig auf dem Land zu leben, mich zieht es wieder in die anonyme Stadt, in der ich tun und lassen kann, was ich möchte, ohne dass die Nachbarn mit dem Finger auf mich zeigen 🙂

LG Binara

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